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title: "Vinylpressung identifizieren: Label, Hülle und Auslaufrille"
description: "Vergleiche Katalognummer, Label, Hülle und Runout, um eine Vinylpressung zu identifizieren. Ein praktischer Leitfaden zum Eingrenzen der Kandidaten ohne Raten."
canonical: "https://www.recordbyrecord.app/de/blog/identify-vinyl-pressing/"
locale: "de"
published: "2026-09-06"
updated: "2026-09-22"
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# Eine Vinylpressung identifizieren – und wissen, wann du aufhören kannst

Das Album hast du. Für die genaue Ausgabe muss man etwas näher hinsehen. Zwei Exemplare können dasselbe Cover haben und sich doch in Details unterscheiden, die Sammler ganze Abende vergleichen.

Beginne mit dem Lesbaren. Die winzige Schrift kann warten.


## Beginne mit der Hülle

Notier dir Interpret, Titel, Format und Anzahl der Discs. Kopiere die vollständige Katalognummer vom Rücken oder der Rückseite, einschließlich Buchstaben und Zusätzen.

Ein Barcode kann Kandidaten liefern, klärt aber nicht jede Pressung. Lies auch Herstellungs- und Vertriebsangaben. Die Anschrift eines Vertriebs sagt, wo der Vertrieb saß; nicht unbedingt, wo die Platte gepresst wurde.

## Sieh dir das Etikett richtig an

Vergleiche beide Etiketten mit den Fotos des Kandidaten: Logo, Farben, Nummern, Titel und Kleingedrucktes. Ein bekanntes Design ist ein Anfang. Die [Ausgaben von *Déjà Vu*](https://www.recordbyrecord.app/de/blog/deja-vu-csny/) zeigen, warum: Spätere US-Exemplare aus den 1970ern behalten die Katalognummer, tragen auf dem Etikett aber Atlantics Adresse am Rockefeller Plaza.

Das Foto oben zeigt vier Hinweise auf einer Platte von [Louis Armstrong](https://en.wikipedia.org/wiki/Louis_Armstrong) und [Duke Ellington](https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Ellington):

- **Roulette:** der Labelname.
- **R 52.074:** die Katalognummer im blauen Band.
- **XPARTX 49.030:** die gedruckte Matrixnummer darunter.
- **Made in France:** die Herstellungsangabe am unteren rechten Rand.

Halte diese Kennungen auseinander. Kürzel von Verwertungsgesellschaften sind ein weiteres Detail, kein Herstellungsort. Auf diesem Etikett stehen ASCAP und Made in France. Beides kann stimmen.

## Schau näher hin, wenn es hilft

Wenn zwei Kandidaten Cover und Katalognummer teilen, bringt eine erneute Prüfung derselben Details nichts. Such den dokumentierten Unterschied.

Er kann im Runout liegen, zwischen der letzten Musikrille und dem Etikett. Halte die Platte am Rand, beleuchte sie von der Seite und neig sie langsam. Schreib die Zeichen beider Seiten ab und lass zweifelhafte Zeichen zweifelhaft.

Eine Nummer auf dem Etikett ist nicht dieselbe Beobachtung wie eine in die Platte geritzte. Vergleiche Gleiches mit Gleichem. Der [Leitfaden zu Matrixnummern](https://www.recordbyrecord.app/de/blog/matrix-numbers/) erklärt, was dort noch stehen kann.

## Vergleiche die konkrete Ausgabe

Bei Discogs fasst ein Master Release die Ausgaben eines Albums zusammen. Öffne den einzelnen Release-Eintrag und vergleiche dein Exemplar damit.

1. Prüf Format und Anzahl der Discs.
2. Vergleiche vollständige Katalognummer und Hüllentext.
3. Prüf beide Etiketten anhand der Fotos.
4. Vergleiche bei Bedarf die Runouts und berücksichtige dokumentierte Varianten.
5. Such nach einem Detail, das dem Treffer widerspricht.

Ein fehlendes Foto lässt eine Frage offen. Es zählt nicht als Übereinstimmung. Auch das Copyrightdatum auf der Hülle belegt nicht, wann dieses Exemplar gepresst wurde.

## Wissen, wann es offenbleiben darf

Passen noch zwei Kandidaten, behalte beide und notier dir den fehlenden Beleg. Die früheste Ausgabe, die teuerste und das erste Suchergebnis haben keinen besonderen Anspruch auf die Platte in deiner Hand.

Mit [Record by Record](https://www.recordbyrecord.app/de/) kannst du deine Sammlung durchgehen. Ein belegter Treffer ist nützlich. Eine ehrliche Notiz, dass es noch nicht geklärt ist, ebenso. Das Album kannst du trotzdem abspielen.

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