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title: "Plattensammlung ordnen: Regeln fürs Regal, die halten"
description: "Gib jeder Größe ihr Regal: LPs, Singles und CDs getrennt. Dann nach Künstler sortieren. Eine Liste deiner Sammlung zeigt ein Album auf LP und CD an einem Ort."
canonical: "https://www.recordbyrecord.app/de/blog/organise-vinyl-and-cds/"
locale: "de"
published: "2026-09-24"
updated: "2026-09-24"
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# So ordnest du Vinyl und CDs in einer Sammlung

Du weißt, dass du das Album hast. Du siehst das Cover vor dir. Die CD steckt, wie sich herausstellt, in einer Kiste neben der Anlage, und die LP steht unter T, weil du irgendwann beschlossen hast, dass „The“ zählt.

Eine gemischte Sammlung zu ordnen geht auf vorhersehbare Weise schief: Man verlangt vom Regal eine Arbeit, die nur eine Liste leisten kann. Ein Regal kann jedes Exemplar an genau einem Ort unterbringen. Eine Liste deiner Sammlung, ein Katalog, kann alle Exemplare eines Albums zusammen zeigen, in jedem Format, wo auch immer jedes einzelne steht. Das Regal nimmt die Gegenstände auf, der Katalog behält den Überblick über die Musik, und die meisten Schwierigkeiten erledigen sich.

## Jeder Größe ihr eigenes Regal

Die erste Entscheidung betrifft nicht Künstler oder Genre. Sie betrifft den Durchmesser.

Die Pflegehinweise der Library of Congress sagen, dass Tonträger senkrecht stehen müssen, am besten zwischen durchgehend hohen Trennwänden im Abstand von 4 bis 6 Zoll, und fügen hinzu, dass **das Einsortieren von Platten unterschiedlichen Durchmessers ebenfalls zu Verformungen führen kann**. Eine 7-Zoll-Single zwischen zwei LPs kippt. Die LPs links und rechts von ihr verlieren die Stütze, die sie auf ihrer ganzen Fläche brauchen. Mit der Zeit zeigt sich das als Platte, die nicht mehr flach auf dem Plattenteller liegt.

CDs haben das umgekehrte Problem. Ein Standard-Jewelcase misst 142 mal 125 Millimeter, und eine LP ist eine 12-Zoll-Scheibe in einer Hülle, die etwas größer ist als die Scheibe. **Eine CD ist nicht einmal halb so hoch wie die LP daneben**, also verschwindet ein Jewelcase zwischen Platten aus dem Blick. Zwischen CDs passt eine LP gar nicht erst hinein.

Die Trennwände sind die andere Hälfte des Rats, und die Hälfte, die am häufigsten fehlt. Ein langes, offenes Regalbrett, das nur halb mit Platten gefüllt ist, lässt die ganze Reihe seitlich wegsacken, und die Library merkt an, dass selbst Trennwände, die niedriger sind als die Platten, zu Verformungen beitragen können. Ein in Fächer unterteiltes Regal erledigt das für dich. Auf einem offenen Brett helfen Trennwände oder feste Buchstützen, und du rückst sie nach, wenn die Reihe wächst, damit die Platten aufrecht stehen, ohne eingeklemmt zu sein. Wenn beim Herausziehen einer Hülle die Nachbarn mitkommen, ist das Fach zu voll.

Gib also jeder Größe ihre eigene Reihe: LPs zusammen, Singles zusammen, CDs zusammen. Und nutze in jeder Reihe dieselbe Ordnung, sodass du, wenn du weißt, wo Joni Mitchell bei den Platten steht, auch weißt, wo sie bei den CDs steht. Diese Einheitlichkeit macht aus getrennten Regalen eine Sammlung.

Zwei praktische Hinweise, solange du Möbel aussuchst. **LPs wiegen im Schnitt 35 bis 45 englische Pfund pro Fuß Regallänge**, laut denselben Hinweisen der Library of Congress, und bündeln dieses Gewicht entlang der Mittellinie des Bretts, was schwächere Regale überlasten kann. Und die Regel vom aufrechten Stehen gilt für alles: Die Library rät, keine Aufnahme flach zu lagern, CDs eingeschlossen.

## Das Alphabet ist ein Dutzend kleiner Entscheidungen

„Alphabetisch nach Künstler“ klingt nach einer Regel. In Wahrheit ist es eine Liste von Fragen, die du dir noch nicht gestellt hast. Kommt Bob Dylan unter B oder D? Kommt The Cure unter T? Wo steht eine Band, die nach ihrem Sänger benannt ist, im Verhältnis zu dessen Soloplatten? Und was ist mit der Band, deren Name mit einer Zahl beginnt?

Du musst keine Antworten erfinden. Musikdatenbanken und Bibliotheken haben das längst geklärt, und ihre Konventionen sind einheitlich genug, um sie komplett zu übernehmen.

MusicBrainz, die offene Musikenzyklopädie, veröffentlicht ihre Regeln für die „Sortiernamen“ von Künstlern, also die Form, die ein Name zum Einordnen annimmt statt zur Anzeige. Personen werden nach dem Nachnamen sortiert: Aus Eric Clapton wird „Clapton, Eric“. Bei Gruppen, die mit einem Artikel beginnen, wandert er ans Ende: Aus The Beatles wird „Beatles, The“, aus A Perfect Circle wird „Perfect Circle, A“. Gruppen ohne Artikel bleiben, wie sie sind.

Die Regel für Bands, die nach einer Person benannt sind, ist die, die sich zu kennen lohnt. **The Jimi Hendrix Experience wird als „Hendrix, Jimi, Experience, The“ einsortiert**, was die Band direkt neben Hendrix’ andere Platten stellt statt unter J oder T. Ben Folds Five wird nach derselben Logik zu „Folds, Ben, Five“. Stilisierte Namen werden auf einfache Buchstaben zurückgeführt, P!nk steht also unter Pink.

Für Zahlen und Satzzeichen gelten ältere Bibliotheksregeln. Die Ablageregeln der American Library Association behandeln Leerzeichen und Bindestriche als nichts, und nichts kommt vor etwas; danach folgen **Ziffern vor Buchstaben**, geordnet nach ihrem Wert, also 5 vor 50. Andere Satzzeichen werden ignoriert, und Abkürzungen werden genau so eingeordnet, wie sie geschrieben sind, nicht ausgeschrieben. In der Praxis steht eine Band, deren Name mit einer Ziffer beginnt, ganz vorn in der Reihe, nicht dort, wo ihr ausgeschriebener Name hinfiele.

Nichts davon ist Pflicht. Es heißt nur: Wenn du eine Platte in der Hand hältst und zögerst, gibt es schon eine vernünftige Antwort.

## Schreib die Regeln auf

Die Konventionen oben regeln Namen. Den Rest entscheidest du, und die Gefahr ist nicht, schlecht zu entscheiden, sondern zweimal.

Ein paar Fragen tauchen in jeder Sammlung auf: Soundtracks, Sampler mit verschiedenen Interpreten, Kollaborationen, Boxsets, die zu groß für das Regal ihres Künstlers sind, und ob eine Solokarriere bei der Band steht. Jede hat mehr als eine vertretbare Antwort. Soundtracks können in einem eigenen Bereich zusammenstehen oder unter dem Komponisten. Eine Kollaboration kann unter dem zuerst genannten Namen stehen. Ein Boxset kann auf einem unteren Brett wohnen, mit einer Trennkarte an der üblichen Stelle des Künstlers, die sagt, wo es hingekommen ist.

Wähle eine Antwort und schreib sie dann auf. Eine Karte, innen an die Schranktür geklebt, reicht, oder eine Notiz oben in deinem Katalog. In sechs Monaten hältst du einen Sampler in der Hand und weißt nicht mehr, was du beschlossen hast, und die Karte weiß es.

Genre-Bereiche sind in Ordnung, mit einer Einschränkung: Jeder Bereich, den du hinzufügst, ist eine weitere Frage, die du bei jeder neuen Platte beantworten musst. Halte sie so wenige, dass das Einordnen eines Albums nie zur Debatte wird, und lege keinen Bereich für eine einzige Platte an, nur weil es ihn geben könnte.

Persönliche Systeme funktionieren auch. In Nick Hornbys Roman *High Fidelity* von 1995 ordnet Rob, der in London einen Plattenladen führt, seine Sammlung in der Reihenfolge, in der er die Alben gekauft hat. Eine schöne Idee, und sie funktioniert für genau eine Person. Wenn irgendwer sonst im Haushalt je eine Platte finden muss, schlägt ein System, das man erraten kann, eines, das man erklärt bekommen muss.

## Standorte, die du auch später noch verstehst

Sind die Regale sortiert, gib jedem Bereich einen Namen und verwende überall dieselben Wörter. „Wohnzimmer, linkes Regal, Brett 2“ oder „CDs im Arbeitszimmer“ genügt. Ein ausgeklügelter Code nützt nur, wenn du ihn nächstes Jahr ohne Schlüssel entziffern kannst.

Halte Standorte anfangs grob. Genauer werden kannst du, wenn das Finden tatsächlich schwierig wird, und nicht vorher. Ein Standort, der das Umstellen der Möbel übersteht, ist mehr wert als einer, der den Raum exakt beschreibt.

## Ein Album, mehrere Exemplare

Hier leistet der Katalog, was das Regal nicht kann. Dasselbe Album kann bei dir zu Hause als CD im Arbeitszimmer und als LP im Wohnzimmer existieren, beide im richtigen Regal und weit voneinander entfernt. Der Katalog ist der einzige Ort, an dem beide zusammen auftauchen.

Erfasse jedes Exemplar einzeln: das Format, die Ausgabe, seinen Zustand und wo es steht. Die Ausgabe übersieht man leicht. Zwei Exemplare desselben Albums können verschiedene Master tragen, und [was ein Original, ein Reissue und ein Remaster unterscheidet](https://www.recordbyrecord.app/de/blog/original-reissue-remaster/), gerät leicht in Vergessenheit, sobald beide eingeordnet sind. Auch der Zustand verdient eine Zeile, bewertet nach [der üblichen Skala](https://www.recordbyrecord.app/de/blog/record-grading/), damit du das nächste Exemplar, das dir angeboten wird, mit dem vergleichen kannst, das du schon besitzt.

Vor einer Kiste mit gebrauchten Platten ist „Hab ich das schon?“ selten die eigentliche Frage. Ein Katalog, der nur den Namen des Albums enthält, beantwortet nicht die Frage, die du dir im Laden wirklich stellst: „Welche Version habe ich, und ist diese hier anders?“

Ein Ersatzexemplar sollte das erste nicht stillschweigend auslöschen. Wenn du aufrüstest, notiere, welches Exemplar bleibt und warum, ob es eine sauberere Pressung ist, ein signiertes Cover oder die CD, die du tatsächlich hörst.

Wenn eine Platte verliehen ist, halte fest, wer sie hat und wann sie gegangen ist. Gib ihr keinen Regalplatz, den sie gerade nicht hat. Der ganze Sinn eines Standorts ist, dass er stimmt.

## Eine kleine Ankunftsecke

Jede Sammlung braucht einen Platz für Neuzugänge: ein kurzes Stück Regal für Platten, die darauf warten, geprüft und eingeordnet zu werden. Halte ihn klein und räum ihn oft leer. Ein dauerhafter Stapel mit der Aufschrift „noch sortieren“ ist eine zweite Sammlung ganz ohne System.

Die Routine ist kurz. Prüfe das Exemplar. Bei einer gebrauchten CD [schaust du zuerst, ob die Scheibe in der Hülle die vom Cover ist](https://www.recordbyrecord.app/de/blog/buying-used-cds/). Trag das Exemplar in den Katalog ein. Hör es dir an. Dann ordne es nach den Regeln auf der Karte ein.

Wenn sich die Routine nach Verwaltung anfühlt, streich Felder, nicht die Gewohnheit. Der Test ist einfach: Findest du das Album, das du willst, ohne die halbe Sammlung umzuräumen?

Halte Exemplare, Ausgaben und Standorte in [Record by Record](https://www.recordbyrecord.app/de/) zusammen, und das Regal muss sie nur noch aufnehmen.

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